Neubelebung der Flomersheimer Kerwe im Jahr 1978

Erster Festwirt auf dem Kerweplatz im Festzelt im Jahre 1981: Die Zwiwwelböck

Die Karnevalisten „Flomerschummer Zwiwwelböck“ sind bekannt dafür, das kulturelle Brauchtum zu pflegen, Gemeinschaft und Geselligkeit zu fördern, wofür sie sich nicht nur in der Faschingszeit einsetzen. Sie waren es, die die Kerwe in Flomersheim im Jahre 1978 neu belebt haben. Zwar feierten die Flomersheimer auch davor die Kerwe mit allerlei Veranstaltungen, wie dem Kerwetanz und dem Angebot der Schausteller auf dem Falterplatz und ab 1969 an der Haardtstraße, doch mehr oder weniger fanden die Bürger in einzelnen Gruppen Vergnügen in Lokalen des Dorfes.

In den 60er Jahren war es der „Zwiwwelböck“-Präsident Karl Wind, der die erste „Kerweredd“ mit allerlei lustigen Begebenheiten aus dem dörflichen Leben verfasste und sich als „Kerweborsch“ mit dem Zylinder auf dem Kopf vor der TuS-Halle präsentierte. Es waren dann die „Zwiwwelböck“, die die feierfreudigen Bürger an einen einzigen Platz holen wollten, um gemeinsam frohe Kerwestunden zu verleben. Am Bahnhof wurde schließlich von Vereinsmitgliedern erstmals unter Präsident Kurt Koch im Jahre 1978 ein Bier-, Wein- und Grillstand aufgebaut, Musikunterhaltung geboten. Als dann im Jahre 1980 die „Arbeitsgemeinschaft Dorfverschönerung“ (heute Arbeitsgemeinschaft Flomersheim – AGF) vom damaligen Ortsvorsteher Friedel Mayer über einen Arbeitskreis ins Leben gerufen wurde, dachte man auch über ein zentrales Kerwetreiben nach.

Die „Zwiwwelböck“ wurden dann 1981 auf dem Platz an der Haardtstraße, der auch heute noch Kerweplatz genannt wird, der erste Festwirt in einem größeren Zelt.


Autor: Ursula Lutz, 2007